Die kaiserzeitlichen skulpturen aus Edessa in Osrhoene. untersuchungen zu tipologie, chronologie und ikonographie
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Abstract (EN)
Das Zentrum der Region Osrhoene mit der für ihre Mosaiken bekannten Hauptstadt Edessa lag in der heutigen Provinz Şanlıurfa. Leider sind von der antiken Stadt heute nur noch sehr wenige Spuren sichtbar. Auch archäologische Ausgrabungen sind kaum durchgeführt worden, sie beschränkten sich im Wesentlichen auf die Nekropolen der Stadt. Daher ist es sehr schwierig, die Geschichte und Kulture der Stadt anhand Hinterlassenschaften zu rekonstruieren. Zu den wichtigsten archäologischen Zeugmissen aus Edessa und Osrhoene, die bis heute erhalten sind, zählt eine Gruppe von insgesamt 57 Skulpturen und Skulpturenfragmente, die im 2. und 3. Jh. n. Chr. geschaffen wurden. Von diesen befinden sich heute 31 im Archäologischen Museum Şanlıurfa, 3 im Museum von Diyarbakır, 2 im Archäologischem Museum Istanbul und 1 im Museum von Mardin. Weitere 16 Reliefs sind in situ erhalten. Weitere 4 Skulpturen sind verschollen, sie sind jedoch dokumentiert worden und können daher in die Untersuchung einbezogen werden. Nur sehr wenige der dieser Skulpturen wurden im Zuge regulärer Ausgrabungen entdeckt, so dass Aufstellungskontexte fehlen. Die meisten von ihnen wurden zufällig gefunden und den Museen übergeben. Die Skulpturen aus Edessa haben in der Vergangenheit erstaunlich wenig Aufmerksamkeit erfahren und sind noch nie zusammenfassend untersucht wurden. Dieses Defizit wird mit der vorliegenden Arbeit behoben. Erstmals sind hier sämtliche Skulpturen, Reliefs wie Rundplastik, in einem Katalog erfasst, detailliert beschrieben und analysiert. Darunter befinden sich zahlreiche Objekte, dier hier zum ersten Mal präsentiert werden. Zudem werden die Skulpturen in den Kontext der zeitgenössischen Skulpturenproduktion gestellt. Die Analyse der Skulpturen aus Edessa zeigt, dass sie sich durch distinktive Stilmerkmale auszeichnen. Vor allem die Kopfbedeckungen und Kleidung von Frauen ist einzigartig und kennt kaum Parallelelen. Auch die männlichen Darstellungen aus Edessa zeichnen sich durch ihren spezifischen Lokalstil aus, der durch Einflüsse aus dem griechisch-römischen Westen und parthischen Osten geprägt ist. Dabei hat sich eine lokale Ikonographie und Formensprache ausgebildet. Die wichtigste Werkgruppe, die als Vergleich herangezogen werden kann, um die ikonographische Details zu verstehen, sind hier die Mosaiken der Region. Die Arbeit soll auch allgemein die Aufmerksamkeit auf die antike Stadt Edessa und die Region Osrhoene lenken und auf ihre Vielfalt aufmerksam machen. Die Aufarbeitung der Skuplturen leisten dazu einen wichtigen Beitrag und hlft, die Bedeutung der Region für die Archäologie und Geschichte Anatoliens und des Nahen Ostens besser zu verstehen.
Author
Dilek Çobanoğlu
Institution
How to Cite
Dilek Çobanoğlu (Doctorate thesis). Die kaiserzeitlichen skulpturen aus Edessa in Osrhoene. untersuchungen zu tipologie, chronologie und ikonographie, 2023, Akdeniz University.
Keywords
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