Zur effizienz der muttersprachenkompetenz auf die fremdsprachenkompetenz: Eine didaktisch-methodische studie für den universitӓren daf-unterricht bei muttersprachlern des Türkischen
2020
0 görüntülenme
0 i̇ndirme
Danışman: Prof. Dr. Ergün Serindağ
Özet (EN)
Fremdsprachenkenntnisse fungieren in unserem interkulturellen Zeitalter als ein grundlegendes Element, mit dem das Individuum grenzüberschreitend kommunizieren kann. Es ist im Allgemeinen bekannt, dass die Schüler in unserem Land Schwierigkeiten haben eine Fremdsprache zu lernen, deshalb versucht man Ausführungen, mit denen man die Vermittlung der strittigen Fremdsprachen im türkischen Bildungssystem erfolgreich durchzusetzen. Diese zeigen jedoch leider keinen Erfolg. Unsere Fremdsprachenkenntnisse weisen im Vergleich zu führenden Nationen erhebliche Schwächen auf, wie die durch weltweit renommierte Untersuchungen wie beispielsweise der PISA Studie öfters bestätigt wurde. Darüber hinaus haben kürzlich durchgeführte PISA-Studien gezeigt, dass türkische Schüler in fast allen Bereichen weit zurückbleiben und insbesondere Schwierigkeiten haben in ihrer eigenen Muttersprache das Gelesene zu verstehen. Ziel dieser Arbeit ist es, die Beziehung zwischen Muttersprachenerwerb und Fremdsprachenerwerb zu bestimmen und wissenschaftlich nachzuweisen, dass wir diese bestehende Beziehung zugunsten des Schülers im Fremdsprachenunterricht einsetzen können. Auβerdem ist es Ziel, die Studenten, die bereits in ihrer Muttersprache hinsichtlich des Leseverständnisses ein bestimmtes Niveau haben und die in der Lage sind sich Gedanken über ein bestimmtes Thema zu machen, mit den Studenten, die in ihrer eigenen Muttersprache noch Defizite aufweisen und Mängel beim Ausdrücken ihrer Gedanken zeigen, zu vergleichen. Wenn wir dieses Thema im Hinblick auf die persönliche Entwicklung betrachten, wirkt sich der Erfolg in der Muttersprache positiv auf den Erfolg der zweiten oder dritten Fremdsprache aus. Tatsächlich ist eine der besten Ausreden, in die Studenten Zuflucht suchen, "Ich könnte das auch nicht mal auf Türkisch sagen!" Wenn wir uns mit diesen Worten institutionell auseinandersetzen, geht ihre Basis auf die "Interdepedenzhypothese" zurück. Es gibt zwei Hypothesen, die dies wissenschaftlich erklären: Die eine ist die Interdepedenzhypothese und die andere die Schwellenniveau-Hypothese. Nach der Annahme der Interdependenzhypothese lautet es: je gröβer der Erfolg in der ersten Sprache, desto gröβer der Erfolg in der zweiten Sprache. Solange es genug Interaktion und Verlangen in der zweiten Sprache gibt (vgl. Cummins, 1981). Gemäß der Schwellenhypothese können die Lernenden, die in ihrer Muttersprache eine bestimmte Niveauschwelle nicht erreicht haben, kognitive Schwierigkeiten in der zweiten Sprache haben (Cummins, 1982). Kurz gesagt, kann man beim Sprachenlernen nach einem bestimmten Alter sagen: „Wie viel Muttersprache so viel Fremdsprache" (Torlak 2010). Damit wir überhaupt einen Satz in einer beliebigen Sprache formulieren können, müssen wir die Grammatik dieser Sprache kennen. Wenn wir klassifizieren können, ob die uns bekannten Wörter Verben, Adjektive oder Adverbien sind, können wir festlegen, wo und wie das Wort im Satz verwendet wird. Abgesehen davon ist Entwicklung eines umfangreichen Wortschatzes in der Fremdsprache nur dann möglich, wenn dieses in der eigenen Muttersprache weitreichend und extensiv ist. Es ist uns unmöglich, einen Begriff in der Fremdsprache zu lernen, der in unserer Muttersprache kein Äquivalent hat. Was Sie in einer Fremdsprache tun können, beschränkt In gewissem Sinne begrenzt sich das, was sie in der Fremdsprache machen können auf das, was sie in Ihrer Muttersprache schon tun können. In dieser Studie, in der die muttersprachliche Lernmethode angewendet wird, wurde die bewusste und systematische Einbeziehung der Muttersprache in den Fremdsprachenunterricht während des Lern- und Lehrprozesses für das Fach Textarbeit in einem theoretischen und experimentellen Kontext untersucht. In dieser Hinsicht wurde zur Datenerfassung ein türkischer Test als Vortest und die deutsche institutionelle Finalprüfung als Nachtest verwendet. Darüber hinaus wurde mit dem zweiten türkischen Test geprüft, ob der Experimentalgruppe, die bewusst durch die Integration der Muttersprache im Fach Textarbeit unterrichtet wurde, einen positiven Beitrag am Ende des Semesters leistete. Zusätzlich wurde am Ende des Semesters ein Fragebogen an die Studierenden gegeben, in dem sie ihre Meinung zum Unterrichtverlauf äußern konnten. Die oben genannten Tests und Fragebögen wurden sowohl der Experimentalgruppe als auch der Kontrollgruppe angewendet, aber der Unterrichtsverlauf der Kontrollgruppe wurde im Gegensatz zu der Experimentalgruppe als ein möglichst einsprachiger Unterricht in der Zielsprache realisiert, wie es grundsätzlich verlangt wird. Die Ergebnisse zwischen den beiden homogenen Gruppen sind wie folgt: • Bei der Experimentalgruppe weisen die Ergebnisse zwischen dem ersten türkischen Test (T1) und der deutschen Finalprüfung (D) eine mittel starke Korrelation auf (r= ,630; p= .01; N=25). Es kann also gesagt werden, dass die Ergebnisse des ersten türkischen Tests die Ergebnisse der deutschen Finalprüfung positiv beeinflusst haben. • Unter Berücksichtigung der statistischen Ergebnisse können wir annehmen, dass die Ergebnisse der Kontrollgruppe zwischen dem ersten türkischen Test (T1) und der deutschen Finalprüfung (D) miteinander korrelieren. Die Korrelation nach Pearson zeigt einen mittelmäβigen positiven Zusammenhang auf (r= ,478; p= .05; N=25). Es kann also gesagt werden, dass die Ergebnisse des ersten türkischen Einstufungstests (T1) die Ergebnisse der deutschen Finalprüfung (D) nur schwach positiv beeinflusst haben. • Die Mittelwerte der Faktoren zeigen eine signifikante Differenz zwischen dem ersten und zweiten türkischen Test der Experimentalgruppe. Der p-Wert (sig.2) beträgt 0.001 (p<0.05). Nach den erhaltenen Faktorenwerten vom Messinstrument kann also schlussgefolgert werden, dass der zweisprachige Fremdsprachenunterricht im Fach Textarbeit dazu beigetragen hat, die Lesekompetenz in der Muttersprache zu verbessern. • Die Mittelwerte der Faktoren zeigen keine signifikante Differenz zwischen dem ersten und zweiten türkischen Test der Kontrollgruppe. Der p-Wert (sig.2) beträgt 0.028 (p<0.05) und der df-Wert < 30. Nach den erhaltenen Faktorenwerten vom Messinstrument kann also schlussgefolgert werden, dass der zweisprachige Fremdsprachenunterricht im Fach Textarbeit dazu beigetragen hat, die Lesekompetenz in der Muttersprache weder zu verbessern noch zu verschlechtern. • Unter Berücksichtigung der statistischen Ergebnisse, kann präzisiert werden, dass ein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen zu sehen ist. Der p-Wert (sig.2) beträgt 0.010 (p<0.05). Für uns wird daraus ersichtlich, dass die zweisprachig unterrichtete Experimentalgruppe am Ende des Semesters erfolgreicher im Fach Textarbeit abgeschnitten hat, als die Kontrollgruppe. Auf dieser Grundlage können wir als Ergebnis dieser experimentellen Forschung, bei der die muttersprachliche Lernmethode angewendet wird, sagen, dass die Muttersprache den Fremdsprachenunterricht positiv beeinflusst hat. Wenn wir kurz auf die Ergebnisse der Umfrage eingehen, wurde festgestellt, dass es einige Unterschiede zwischen den Gruppen gibt. Die Studenten der Kontrollgruppe vertreten die Ansicht, dass sich der einsprachige Unterricht auf ihre mündliche Kommunikation positiv beigetragen hat, aber sie sich während des Unterrichts unwohl gefühlt haben, sich leider nicht immer dementsprechend ausdrücken konnten und somit nicht an den Diskussionen im Unterricht teilgenommen haben, so wie sie es wollten. Wenn wir die Ergebnisse in Bezug auf die Experimentallgruppe betrachten, können wir stressfreie, angstlose, hochmotivierte Studenten sehen, die verstehen, was im Unterricht zu tun ist, und die Freiheit haben, an den Diskussionen nach Belieben teilzunehmen ohne Beschränkung ihrer Muttersprache. Die Studenten äußerten jedoch auch, dass sie ein schlechtes Gewissen haben im Fremdsprachenunterricht türkisch zu sprechen und gaben an, dass sie aufgrund dessen Schwierigkeiten haben sich mündlich auf Deutsch auszudrücken. Schlüsselwörter: Fremdsprache Deutsch, Fremdsprachenbildung, Einfluss der Muttersprache
Yazar
Aişe Sezik
Bu Yayına Nasıl Atıf Yapılır
Aişe Sezik (Doctorate thesis). Zur effizienz der muttersprachenkompetenz auf die fremdsprachenkompetenz: Eine didaktisch-methodische studie für den universitӓren daf-unterricht bei muttersprachlern des Türkischen, 2020, Çukurova University.
Anahtar Kelimeler
Lisans
Tüm Hakları Saklıdır
Bu eser belirtilen lisans koşulları altında paylaşılmaktadır.
Çukurova University tezlerinden daha fazlası
- The effects of collaborative video-blog projects on Turkish EFL students' linguistic and digital literacy skills(2025)
- Credit risk management in banking sector: An application of variables determining credit risk in Turkish banking sector(2011)
- A comprehensive study on indirect evaporative coolers: CFD-based performance analysis, geometric optimization and machine learning models(2025)
- Kazal's of Moldo Kılıç (Phonetical, morphological studies - text-translation)(1998)
- Toplam kalite yönetimi ve Çukurova bölgesindeki tekstil işletmelerindeki uygulamaları(1998)
- A Model for effective supervision from the supervisor and the student-teacher`s perspective: A social constructivist approach(2003)
