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Pınar Kür'ün „Yaz Gecelerinde Keman" adlı öyküsü ile Almanca çevirisi örneğinde Türkçe ve Almancada ettirgenlik

2016
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Danışman: Prof. Dr. Tahir Balcı

Özet (EN)

Eine der wichtigsten sprachlichen Kategorien ist die sog. Diathese bzw. Genus verbi, die wir im Türkischen "çatı" nennen. An die Wurzel bzw. Den Stamm eines Verbs werden Affixe angeklebt, durch die verschiedene Diathesen wie Passiv, Reziprok, Reflexiv oder Kausativ entstehen. So zielt diese Arbeit darauf ab, die fast von allen türkischen Verben bildbare Kausation und ihre Erscheinungsweise im Deutschen am Beispiel von Pınar Kürs Geschichte "Yaz Gecelerinde Keman" und ihrer deutschen Übersetzung "Die Violine in den Sommernächten" darzustellen. Da unser Ziel keine quantitative, sondern eine qualitative Analyse ist, haben wir die Prozente der im analysierten Text vorkommenden kausativen vs. nicht kausativen Verben nicht verglichen. Demnetsprechend haben wir 80 türkische Beispielsätze mit einem Kausativum (benzetmek, yaptırmak, yatırmak, koparmak) festgestellt. Verben wie "kesmek-ölmek", die semantisch Kausativität bedeuten und als lexikalische Kausative gelten, haben wir bei der Analyse auβer Acht gelassen. Es gibt verschiedene Meinungen über die Klassifizierung kausativer Verben. Wir gehen aber bei unserer Analyse von drei Kategorien aus, a) der morphologischen Kausation, b) der lexikalischen Kausation und c) der pragmatischen Kausation. Wir nehmen an, dass die letzten zwei Kausationsarten nicht sprachspezifisch sind und prinzipiell jede kausative Bedeutung in jeder Sprache irgendwie ausdrückbar ist. Übrig bleibt unser Analysegegenstand "die morphologische Kausation", die für die türkische Sprache sehr produktiv und daher relevant ist, etwa vergleichbar mit der Produktivität und Relevanz deutscher Präfixe. Ganz im Gegenteil spielt die morphologische Kausation im Deutschen eine sehr periphere und unproduktive Rolle; daher ist die Anzahl ursprünglich kausativer Verben sehr gering (vgl. (sitzen – setzen, sinken – senken, fallen – fällen, fahren – führen…). Das sieht man am besten, wenn man die im analysierten türkischen Text existierenden kausativen Verben mit ihren deutschen Entsprechungen vergleicht. Statt Kausativen werden entweder einfache oder eher präfigierte Verben bevorzugt, aber auch die sehr geläufigen Funktionsverbgefüge mit kausativer Funktion (Einfluss ausüben, den/einen Versuch unternehmen, in Angst versetzen, die/eine Korrektur vornehmen, Kritik üben, Nachsicht üben, Rücksicht üben, Verrat üben, Zurückhaltung üben, die/eine Abmachung treffen, die/eine Anordnung treffen). Die Kausativsuffixe rufen nicht nur eine Bedeutungsänderung hervor, sondern erweitern auch die syntaktische Valenz der Verben. So sind z. B. alle als "oldurgan" klassifizierten türkischen Verben ursprünglich intransitiv; durch Anfügung eines Kausativsuffixes werden sie zu transitiven Verben; dadurch wird ihre Valenz verändert. Während "Ülger" im Satz "Ülger arabayı sattı" die Täterin (das Agens) ist, wird sie in "Ülger arabayı sattırdı" zur Verursacherin der Tat, weil die Tat von einer anderen Person ausgeführt wird. Während die Kausativität die syntaktische Valenz eines Verbs erweitert, üben die Reflexivität, die Passivität und die Reziprozität eine entgegengesetzte Wirkung aus. Sie reduzieren also die Valenz. Wir nehmen an, dass Lehrbuchautoren, Curriculumersteller und Lehrer für Türkisch als Fremdsprache im deutschsprachigen Bereich die Ergebnisse dieser Arbeit nutzen können, weil die kausative Diathese im Türkischen sehr geläufig und für die Erweiterung des Wortschatzes unumgänglich ist.

Yazar

Ülger Panzer

Bu Yayına Nasıl Atıf Yapılır

Ülger Panzer (Master Thesis). Pınar Kür'ün „Yaz Gecelerinde Keman" adlı öyküsü ile Almanca çevirisi örneğinde Türkçe ve Almancada ettirgenlik, 2016, Çukurova University.

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