Probleme bei der didaktik der berufssprache Deutsch im Türkischen hochschulwesen und alternative lösungsvorschläge in bezug auf die akademische ausbildung
2019
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Danışman: Doç. Dr. Yasemin Darancık
Özet (EN)
Die Fremdsprache fungiert in unserem interkulturellen Zeitalter sozusagen als ein grundlegendes Element, mit dem das Individuum mit anderen Menschen, die anderen Kulturen angehören, grenzenüberschreitend kommunizieren kann. Daneben machen neue Umstände es auf unübersehbare Weise deutlich, dass nur der alleinige Erwerb der Fremdsprache den überwiegend berufsorientierten Anforderungen nicht mehr genügt. Dass unsere Welt bzw. zurzeit infolge der Globalisierung zu einem kleinen Dorf wurde, machte übrigens den Erwerb der mehreren fachsprachlichen Kompetenzen zusehends nötig. Denn Menschen treten, die zu verschiedenen Kulturen gehören, im Berufsleben öfters als vorher in Kontakt, indem sie interkulturell miteinander Handel betreiben. Aus diesem Grund wurde es unabdingbar, dass man stark, um mit anderen Leuten Geschäfte durchführen zu können, auf sehr gute (fach)-fremdsprachliche Fähigkeiten angewiesen ist. Ferner wirkt sich die interkulturelle Begegnung auch auf die Fremdsprachenpolitik vieler Länder aus, sodass sie primär den fundamentalen Fremdsprachenunterricht in frühere Klassen vorverlegen und in ihrem nationalen Curriculum meistgeprochene Sprachen wie Deutsch, Französisch und Spanisch als Zweit- oder Drittsprache anbieten müssen. In dieser Hinsicht bietet die Türkei z.B. Fremdsprachen wie das Englische ab zweiter Klasse in der Grundschule, wohingegen das Deutsche als Zweitsprache in meisten staatlichen Schulen erst auf der gymnasialen Stufe ab neunter Klasse eingeführt wird. Trotz all dieser Ausführungen, mit denen man die Vermittlung der strittigen Fremdsprachen im türkischen Bildungssystem erfolgreich durchzusetzen versucht, weist leider unsere (fach)-fremdsprachliche Fremdsprachenpolitik im Vergleich zu führenden Nationen wie England und Deutschland erhebliche Schwächen auf, wie sie durch weltweit renommierte Untersuchungen wie z.B. Education First EPI (EF EPI), English Profiency Index und Pisa Studie öfters bestätigt werden. Darüber hinaus wirken sich die vorherrschenden Marktverhältnisse derzeit auf das Konzept der berufsbezogenen Fremdsprache derart aus, dass ein grundsätzlicher Perspektivewechsel sozusagen im Fachsprachenunterricht dringend zur Debatte steht. Infolgedessen erwarten z.B. viele Global Player wie Bosch und Mercedes im multikulturellen Handelsnetz, dass angehende Arbeitskräfte nicht nur allgemeinsprachliche sondern auch fachbezogene Fremdsprachenkenntnisse im hochen Maß beherrschen müssen. Dies führt nämlich im Fremdsprachenunterricht dazu, dass sich Lernerbedürfnisse und Erwartungen gegenüber Fachsprachenunterricht arbeitsmarktorientiert verändern. Lernende erwarten mit anderen Worten vom Fremdsprachenunterricht, dass er sie entsprechend den beruflichen Anforderungen mit Handlungskompetenzen genügend ausrüstet, die sie im Berufsleben angemessen umsetzen können. Überdies leiden viele Studierende in der Türkei unter dem Fachsprachenunterricht, da die didaktische Gestaltung des Fachsprachendeutsch, die vermeintlich verbreitete, eher auf der GÜM- Methode beruhende methodische Vorgehensweise sowie die Fachkompetenz von vielen Lehrenden den marktdominierenden Verhältnissen und jobzentrierten Lernererwartungen kaum entsprechen. Des Weiteren sind die meisten Lernenden leider im Fachsprachenunterricht einem deutlichen Motivationsverlust und einer von Fremdsprache bedingten Verdrossenheit ausgeliefert, da sie trotz ihrer langjährigen Auseinandersetzung mit der Zielsprache wie im Englischen kaum bemerkenswerte Fähigkeiten erworben haben. Vielen Studierenden, die Fachsprachendeutsch bekommen, ist es in diesem Sinne schon bewusst, dass es zwischen dem behandelten Wortschatz und ihrem echten Fremdsprachniveau eine gravierende Kluft gibt, die sie zeitlich gesehen lediglich im zweistündigen deutschen Fachsprachenunterricht kaum überwinden können. Zudem erfordern Kompetenzen, die im Fachsprachenunterricht durch Lernende scheinbar angestrebt werden, ziemlich höheres Sprachwissen und Sprachkönnen. Des Weiteren übertrifft meistens das Niveau von Fachtexten und deren werkimmanenten Übungen die meisten Lernenden, welche sich oft damit schwertun und sich deshalb indes schnell langweilen. In diesem Sinne möchte die vorliegende Arbeit manchen grundsätzlichen Fragen nachgehen, wo überhaupt die Probleme bei der (fach)-fremdsprachlichen Didaktik im türkischen Hochschulwesen liegen und wie man sie endlich sprachdidaktischer-und methodischer Sicht überwinden kann. Inwieweit lernerinterne und lernerexterne Faktoren diesen Zustand prägen, wird zudem in der vorliegenden Arbeit umfangreich behandelt, wobei der Schwerpunkt überwiegend auf dem Bereich ''Deutsch als Fachsprache'' liegt. Damit zielt diese Arbeit noch darauf, durch die Klarstellung der oben angeführten strittigen Problemfelder im Bereich ''Deutsch als Fachsprache'' einige Lösungsvorschläge einzubringen und somit zur endgültigen Problembeseitigung beizutragen. Zur empirischen Bestätigung der wesentlichen Problemfelder bediente man sich in der Arbeit einer werkimmanenten Umfrage. Dazu wurden insbesondere Studierende der Türkisch-Deutschen Universität befragt, da sie ab der Vorbereitungsklasse das fachfremdsprachliche Fachsprachendeutsch hundertprozentig auf Deutsch erhalten. Zur empirischen Datenerhebung wurde diese Universität bewusst den anderen Universitäten vorgezogen, weil Studierende da ab der Vorbereitungsklasse überwiegend von sogenannten deutschen (Native Speakern) lediglich auf Zielsprache Deutsch unterrichtet werden. Aus der Umfrage resultierte vor allem, dass Studierende Fehlen eines passenden fachsprachlichen Lehrwerkes im Fach '' Deutsch als Fachsprache'' offenbar bemängeln und den Einsatz eines allgemeinsprachlichen Lehrwerkes im Unterricht für ungeeignet halten. Überdies ergab sich aus der Umfrage folgendes, dass viele Studierende bis zum Abschluß die Fortsetzung des Fachsprachenunterrichts nötig finden. Aus der Befragung resultierte noch, dass sich Lektoren, die ''Deutsch als Fachsprache'' anbieten, in der Fachsprache gut auskennen sollten, um fachbezogene Themen und Begriffe deutlicher erklären zu können. Aus der Umfrage ergab sich übrigens, dass Studierende, die im Gymnasium ''Deutsch als Erstfremdsprache'' mit höcherer Stundenzahl bekommen haben, im (fach)-fremdsprachlichen Unterricht von ihren vorher erworbenen Kenntnissen mehr Nutzen ziehen können. Zuletzt ergab sich also aus der Umfrage, dass die sogenannten deutschen Native Speaker, die als Lehrkraft im Fachsprachenunterricht agieren, durch die Vermittlung von ihrem kulturspezifischen sowie dem landeskundlichen Wissen, die Umsetzung von handlungsorientierten Unterrichtsmethoden und den Einsatz der paralinguistischen Mittel wie z.B. Rollenspiele, Szenario und Theather auf Studierende zusehends positiven Einfluss ausüben. Ausgehend von Ergebnissen lässt sich leicht konstatieren, dass viele unter Befragten, die an übliche Dominanz der Muttersprache im türkischen (fach)-fremdsprachlichen Unterrichtskonzept gewöhnt sind, den andersartigen deutschen Fachsprachenunterricht durch Native Speaker, die währenddessen nur sprachlich auf Deutsch handeln, als effizienter und realitätsnach betrachten. Schlüsselwörter: Deutsch als Fachsprache, veränderte Bedürnisse der Zielgruppe, Mangel an fachspezifischen Lehrwerken, Unterrichtsmethoden, Einfluss von Native Speakern
Yazar
Selahaddin Soyudoğru
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Selahaddin Soyudoğru (Master Thesis). Probleme bei der didaktik der berufssprache Deutsch im Türkischen hochschulwesen und alternative lösungsvorschläge in bezug auf die akademische ausbildung, 2019, Çukurova University.
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