Hellenistic-Roman period bronze sculptures from some chosen museums from Turkey
2005
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Advisor: Prof.dr. Burhan Varkıvanç
Abstract (EN)
XV HELLENISTISCHE UND ROMISCHE KLEINEBRONZEN AUS WEST ANATOLIA: Die "Bronze Statuetten aus der Hellenistischen und Römischen Zeit in West Anatolien", benannten und aus 14 Museen gesammelten 208 Stücke machen das Thema der vorliegenden Arbeit aus. Die Mehrzahl der Statuetten aus Bronze, die verschiedene Götter, Göttinnen und Vergöttlichte darstellen, haben den Weg in die Museen durch Kauf oder erzwungene Annahme gefunden, und ihre Fundstellen sind unbekannt. Es besteht keine Möglichkeit mehr sie durch ein Konzept zu bewerten, da sie nicht durch systematische Ausgrabungen oder Forschungen sondern durch Raubgrabungen ans Tageslicht gebracht wurden. Daher, auch wenn die Identifikation von annâhernd alien verwirklicht werden konnte, wurde bei den Stücken, die datiert werden konnten, dennoch von deren stilistische Bewertung profitiert. Der gröBte Verlust ist die Tatsache, dafi die Chance eine Verbindung mit der Kült der Region aufzustellen, nicht mehr existiert. Wahrend dieser Zustand als wissenschaftlicher Verlust fur die Archâologie des Landes betrachtet wird, wird es jedoch als ein Gewinn angesehen, dafi die Statuetten nicht ins Ausland ausgeführt worden sind wie viele andere. Von diesen Werken, die aus verschiedenen Regionen gesammelt worden sind, wurden die Gemeinsamkeiten festgestellt und versucht ihre Relationen mit den Külten der Regionen zu determinieren. Beipielsweise die "Blitzschwingender Zeus" genannten Statuetten weisen Âhnlichkeiten auf mit dieser Definition in stilistischer und ikonographischer Hinsicht. Durch Vergleiche mit den Funden von Thrazien und den benachbarten europâischen Lândern sowie durch Stücke, deren Fundstellen bekannt sind, wurde beschlossen, die Werke, die als İst-041, lst-044, lst-070, SH-044 ve Edr-001 kodiert worden sind, als"Thrazien Zeus" zu nennen. Im Serapis Kült, der zur hellenistischen Zeit in Âgypten entstanden ist und sich über Kleinasien bis Rom verbreitete, wurde eine Statue in Geştalt eines Gottvaters angebetet, welcher auf einem Thron sitzt, und mit der linken Hand einen Stab greift der dem Boden berührt und dessen rechte Hand auf den Kopf von Kerberos, der zu seiner rechten steht, ruht. Dieser Kult-Statue, die Byraxis gewidmet wurde, lebte von sehr kleinen Abweichungen abgesehen, ohne grosse Verânderungen fort. Ein Exemplar, das im Museum von Silifke aufbewahrt wird, zieht die Aufinerksamkeit durch die Âhnlichkeit mit der original Statue auf sich. Obwohl nicht mehr vorhanden, weist die Haltung der rechten Hand auf die Anwesenheit von Kerberos. Der sitzende Gott wurde in dem Original als Hades-Serapis dargestellt. DaherXVI wurde Kerberos zu seine Seite hinzugefugt. AuBerdem gibt es die Darstellung von dem stehenden und in seiner Hand ein Füllhorn tragenden Serapis. Dieses einzige Exemplar, das ein Fund auf âgâischem Gebiet ist, weist Âhnlicheiten mit den Darstellungen auf den Miinzen Kilikiens und anderer Regionen auf. Es wird davon ausgegangen, daB dieser Gott Zeus- Serapis ist. Es ist bemerkenswert, daB die Hermes Statuetten in der Überzahl sind. Es ist jedoch zu früh um davon auszugehen, daB dies fur die Gesamheit Anatoliens gilt, denn nur aus 14 Museen gesammelte Werke wurden untersucht und ausgewertet jedoch in einem GroBteil der Museen ist noch nicht nachgeforscht worden. Bei der typologischen Unterscheidung von Hermes- Statuetten wurde die Faltenwiedergabe der Kleidung als Basis genommen und kategorisiert. Bei der ikonographischen Untersuchung wurden als wichtiger Unterscheidungspunkt Ânderungen, die durch die Zusammensetzung von Hermes und dem âgyptischen Gott Thot zustandekamen, beobachtet Die Darstellung des Petasus mit drei Fltigeln und das Tragen des Chlamys, über den Hals sind die wichtigsten Verânderungen. Diese Verânderungen haben sich auch in die Typologie widerspiegelt. AuBer der Faltenwiedergabe der Kleidung ist keine Verânderung in der Typologie der Hermes Statuetten festzustellen. Diese Eigenschaft, die bei den groBformatigen Statuen der klassischen Periode zu beobachten ist, hat sich auch bei den Produkten der Kunst der kleinen Statuen fortgesetzt. Seine typisches Aussehen, nâmlich mit dem Petasus auf dem Kopf, bekleidet mit dem Chlamys, in der zur Seite geöffneten rechten Hand ein Geldbeutel und mit dem, auf dem linken Arm getragenen und an die Schulter gelehnten Kerykaion, hat sich über Epochen erhalten. Durch die Darstellung auf den vielen erhaltenen Statuetten und Munzen wurde ersichtlich, daB Apollon, dem auch die Kulturen Kleinasiens Interesse haben zukommen lassen, durch verschiedene Kulte angebetet wurde. Wahrend es Exemplare gibt, die dargestellt sind mit einen Efeuzweig und eine heilende, das Böse vertreibende Mission haben, sind auch solche vorhanden, in denen er mit einer Axt in der linken Hand dargestellt worden ist, wodurch seine Mission als Schützer des Tores und /öder der Stadt hervorgehoben wird. In einem anderen Exemplar wird er mit einem FuB auf einem Omphalos dargestellt und er wird als "Apollon Omphalos" angebetet. In einem weiteren Exemplar wird er dargestellt mit einem Köcher auf dem Rücken und sein Phiale in der zur Seite gestreckten rechten Hand und muB wohl von anderen Kult angebetet worden sein.xvu Dionysos Statuetten kleinasiatischen Ursprungs sind nicht 2ahlreich und aile gehören in die gleiche Typologie. Sie konnten anhand der Kleidung, die die rechte Schulter frei lâfit und der Weinrebe in der linken Hand identifiziert werden. Die feine Bearbeitung des Körpers stent im Widerspruch zu der Sicht des mit Bart dargestellten Gesichtsforms des Gottvaters. Die Typologie der Athena Statuetten, die die Schutzherrschaft sowohl der Weisheit als auch des Handwerkes auf sich nimmt und fur Kleinasien von Bedeutung ist, wird nach der Art der Kleidung ausgemacht und als Peplos- und Himationtrâger unterschieden. Wahrend eine erhaltene Statuette als "Athena-Parthenos" dargestellt wird, weisen vier Statuetten eine Haltungsahnlichkeit auf indem sie in der linken Hand eine Lanze und in der rechten Hand ein Phiale tragen. Ikonographisch betrachtet, vollzieht die Göttin entweder eine kultische Handlung mit der Phiale in ihrer rechten Hand oder sie giefit den Olivenbaum, der ihr bei dem Wettbewerb urn die Hauptgottschaft der Stadt Athena, einen Sieg gebracht hat. Die Mehrzahl der Exemplare der Statuetten Aphrodites, der Vertreterin der Schönheit und der Liebe, die in unterschiedlichen Typologien vorkommt, welche in der vorliegenden Arbeit behandelt werden, wurden als "Anadiomene" dargestellt. Die Göttin, die nackt ist, ist im Begriff das Wasser nach dem Baden aus ihren Haaren zu drücken. AuBerdem gibt es Beispiele, die einen Apfel tragend, versuchen mit der bandaletta in der Hand Pan zu schlagen. Aphrodite, die badend in einer mit Krâutern gefüllten Badewanne beschrieben wurde, stellt ein interessantes Beispiel dar. Es sind auch Beispiele von Statuetten vorhanden von dem halbnackten Exemplar Aphrodites, deren Schönheit in einer grofien Statue von ihr vor Augen gefuhrtwird Die Gesamtheit der wenigen Poseidon Figuren gehört in die gleiche Typologie und Ikonographie. Mit der linken Hand greift er den auf den Boden gestützten Dreizack und in der rechten Hand trâgt er einen Delphin. Mit Ausnahme des Beispiels, das ein Chlamys trâgt zeigen sie ihn alle nackt. Ares, der im römischen Pantheon als Mars angebetet wird und zu den wichtigsten Göttern zahit und nach dem in der Astronomie ein Planet genannt wird und dieser meistens dargestellt wird in dem seine Eigenschaften als Kriegsgott hervorgehoben werden, wird bier mit einem Panzer bekleidet dargestellt und er gleichzeitig seine Lanze greift. Unter den untersucbten Werken, zieht ein Exemplar mit seinem unterschiedlichen Typologie die Aufmerksamkeit aufxvm sich. Um die Identifikation der Statuette, der ein Chlamys auf den nackten Körper tragt, zu ermöglichen, wurde er mit einem Helm dargestellt, der eines seiner typischen Attribute ist. Durch Kult- und Weihstatuen und durch Darstellungen auf den Münzen derjenigen Stâdte, die in den inneren Regionen erhalten worden sind, wurde festgestellt, da£ Tyche, welche Seeleute fîir ihre Glücks- und Segengöttin halten, einen allgemeinen Status zugeschrieben bekommen hat und für allgemein vertraut gehalten wird. Diese allgemeine Aneignung fuhrte zu einer Anbetung unter neuem Namen nach der Zusammenfuhrung mit der âgyptischen Göttin Isis. im gleichen Rahmen dieser Anbetung konnte sie sich dieses Mal unter umgekehrtem Einflufi in Richtung Westen verbreiten. Die Statuette, die als beide Göttinnen vertretende Beispiel kategorisiert ist, zeigt auf, dafi auch das Phânomen der Religion Kleinasiens, die eine Synthese des Einflusses der westlichen und östlichen Kulturen ausmacht, in der gleichen Lage ist. Die Tyche und Isis-Tyche-Figurine sind typologisch und ikonographisch, im grunde genommen in der gleichen Darstellung wie die Exemplare der grofîen Statuen. Die "Strahlenkrone" von Isis ist das wichtigste Attribut. Die Exemplare beider Göttinnen wurden untersucht in Subkategorien, die hergestellt wurden je nach der Drapierung der Kleidungen. Eros Statuetten weisen sitzend, fliegend und stehend dargestellt unterschiedliche Typologien auf. Die Ikonographie des mit dem âgyptischen Gott Horus vereinigten und Eros-Harpokrates genannten Exemplare wandelt sich. Eros, der sich an einem Gegenstand lehnt, führt die rechte Hand zu seinem Mund und kann bei manchen Exemplaren einen Fackel tragen. Unter den Statuetten sind jeweils ein Exemplar der wichtigen Götter des römischen Pantheons, nâmlich Lar und Ianus. Hiermit kann festgestellt werden, dafi in Kleinasien sowohl hellenistische als auch römische und östliche Götter angenommen und angebetet worden sind. Men, der östlichen Ursprungs ist, konnte sich sogar in dieser breiten Götterharmonie einen Platz erringen und wurde in verschiedenen Külten angebetet. Besonders die in den südlichen Küsten Kleinasiens erhaltenen Statuetten, sind stehende und reitende Exemplare der Darstellungen dieses Gottes. Es wird angenommen, dafi die reitenden Darstellungen mit dem in Lykien beliebten und weit verbreiteten Kakasbos vereinigt wurden. Die Bewohner der Region hatten Kakasbos und andere Götter, die sie angenommen hatten, vereinigt und soXIX verschiedene Synkretismen hergestellt. Götter wie Ares und Apollon und Halbgötter wie Herakles wurden in der Region verehrt und wurden gemeinsam mit Kakasbos angebetet. Ein anderer Gott östlichen Ursprungs, Attis, hat sich auch wenn mit wenigen Exemplaren einen Platz in Kleinasien erringen können und gehört unter die Götter, die angebetet wurden. Er unterscheidet sich von westlichen Göttern durch seine östliche Züge aufweisende, lange Tracht, Hose und Mütze. Die Menschen, deren Erwartungen und Hoffhungen niemals abgenommen haben, haben keine Grenzen gekannt in der Formierung der Götter die sie geschaffen hatten, auch durch Missionen, die sie ihnen auferlegt haben, und haben hiermit versucht ihre Schwache der Natur gegenüber zu beseitigen. Priapos, der Westanatolischen Ursprungs ist, hat, wahrend er das Obst und die Gemüse vor bösen Augen schützte, auch das Sorgen fur deren Segen auf sich genommen. Die Unterstreichung dieser Eigenschaft wurde verwirklicht durch den betonten Phallus. Herakles, der unter den Halbgöttern der beliebteste ist und deren Kült sich über weite Regionen verbreitet hat, ist neben Darstellungen mit Attributen, die mit den 12 Aufgaben, die er zu erfullen hatte, zusammenhingen, auch in verschiedenen Exemplare zu sehen, die seine Kraft in den Vordergrund rücken. Exemplare in denen er ikonographisch mit seiner Keule auf der Schulter und mit Hesperids-Âpfeln dargestellt wird sind in der Mehrzahl. Bei den Exemplaren, die in Lykien und Kilikien erhalten wurden, ist er vereinigt mit den lokalen Göttern der jeweiligen Regione. Es wird behauptet, dafi der Glaube an Hekate in Kleinasien entstanden ist und sich von dort aus verbreitet hat. Sie tritt durch die Dreierdarstellung in den Vordergrund, die also drei Identitâten reprasentiert. Unter den Werken, die das Thema der vorliegenden Arbeit ausmachen, sind jeweils ein Exemplar von den nebeneinander so wie durch ihren Rücken verbundene Dreierdarstellungen vorhanden. Wie aus den oben untersuchten Werken ersichtlich wurde, wurden Götter, Götürmen und Halbgötter, die in Kleinasien und in den östlichen Regionen geboren worden waren und unter verschiedenen Namen den hellenistischen Pantheon ausmachten, unter verschiedenen Külten angebetet. im Prozefî der Hellenisierung Anatoliens, mit der Götter der Hellenen nachXX Kleinasien zurückkehrten, wurden sie je nach Erwartungen jener Kulturen, durch verschiedene Kulte angebetet. Aufgrund dieser unterschiedlichen Erwartungen, die den Göttern zusâtzliche Missionen auferlegten, wurde diesen die Zuschreibung verschiedener Attribute aktüeli. Neben den epochalen Eigenheiten der Kunst, sowie regionaler Eigenschaften und durch die Hinzufugung von Attributen wurden Figuren und Figurinnen entdeckt, die somit durch verschiedene Typologie und Ikonographie bewertet werden können. Die in der vorliegenden Arbeit untersuchten Werke entstanden durch Formierung der Glaubenswelt der Menschen als Kult- oder Weihstatuetten und wurden konkretisiert als Götter, von denen sie die Erfullung ihrer Erwartungen erhoffi haben.
Author
Dr. İsa Kızgut
How to Cite
İsa Kızgut (Doctorate thesis). Hellenistic-Roman period bronze sculptures from some chosen museums from Turkey, 2005, Akdeniz University.
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